Burnout Test

Burnout Tests gibt es heute wie Sand am Meer und in vielen verschiedenen Varianten. Ob im Internet, in Büchern, Ratgebern oder Zeitschriften, jeder Anbieter ist hipp, wenn er einen Burnout-Test zur Verfügung stellt. Doch sind diese Tests wirklich aussagekräftig? Oder anders gefragt: Was müssen diese Burnout-Tests beinhalten, damit der eventuell Betroffene ein brauchbares Ergebnis erhält?

Die üblichen Burnout-Tests, die aus einem reinen Fragebogen bestehen, decken nur eine Seite ab und sind nicht in der Lage, ein vollständiges Bild zu liefern. Um ein zuverlässiges Ergebnis zu bekommen, wird ein zusätzlicher physischer Test benötigt.

Auch bei den Fragebogen gibt es gewaltige Qualitäts-Unterschiede. Ein guter Fragebogen muss zwingend folgende Kriterien abdecken:

  • Der Fragebogen muss Kritierien enthalten, die die körperlichen Beschwerden abfragen, z.B. Grad der Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Schwindel, körperliche Schmerzen, Tinnitus, etc.
  • Der Fragebogen muss Kriterien enthalten, die Verhaltensveränderungen abfragen, z.B. erhöhte Reizbarkeit, Aggressivität, Bestreben sich zurückzuziehen, Zynismus, verminderte Belastbarkeit, etc.
  • Der Fragebogen muss Kriterien enthalten, die das persönliche Empfingen abfragen, z.B. Stimmung, Sinnlosigkeitsempfinden, Überlastungsempfinden, innerer Leere, Gleichgültigkeit, etc.

Der Fragebogen ist allerdings nur ein Teil eines verlässlichen Burnout Tests. Desweiteren sollte ein Stress-Test gemacht werden, d.h. durch einen Urin- und/oder Speichel-Test werden die Stress-Hormone und Neurotransmitter gemessen.

Zusätzlich ist es erforderlich, die Herzratenvariabilität zu messen. Unser Herz reagiert unmittelbar auf alles, was wir im Außen erleben und im Inneren denken und fühlen. Das Herz schlägt schnell, wenn wir aufgeregt sind oder bei körperlicher Belastung und schlägt langsamer in der Entspannung. Die Herzratenvariabilität beschreibt die mehr oder weniger rhythmischen Schwankungen der Herzrate.

Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Krankheiten, deren Symptome denen eines Burnouts sehr ähnlich sind. Diese Krankheiten müssen natürlich ausgeschlossen werden. Unter anderem sind dies Borreliose, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, klassische Depression, Schilddrüsenerkrankung, Autoimmunerkrankungen.

Fazit: Ein verlässlicher und aussagekräftiger Burnout Test besteht aus folgenden Elementen:

  1. Fragebogen der körperliche Symptome, Gefühle/Stimmungen und Verhaltensveränderungen abfragt.
  2. Stress-Test
  3. Herzratenvariabilitäts-Test
  4. Ausschluss von Krankheiten mit ähnlichen Symptomen

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