Burnout Syndrom

Obwohl das Thema Burnout in den Medien seit einiger Zeit stark vertreten ist, ist es nach wie vor ein großes Tabu.

Woran liegt das?
Vielleicht, weil sich kein Betroffener traut, seine “Schwäche” und seine verminderte Leistungsfähigkeit zuzugeben. Wer gibt auch gerne zu, dass er in der heutigen Leistungsgesellschaft nicht mehr das leisten kann, was von ihm erwartet wird bzw. was er vor Kurzem noch zu leisten im Stande war?

Denn ist es nicht so, dass der Wert eines Leistungsträgers an der Fülle seines Terminkalenders gemessen wird?

Voller Terminkalender kann zu Burnout führen

Menschen mit vollem Terminkalender sind wichtig und wertvoll

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BGM aktiv – Was Unternehmen tun können

Kostenfaktor Arbeitsausfall
Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Psychische und psychosomatische Erkrankungen verursachen in den Betrieben hohe Kosten. Arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken zu erkennen und zu reduzieren wird zunehmend eine wichtige Managementaufgabe: Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Gesunde Stunde

Zeit für die “Gesunde Stunde”

Leistungsfähigkeit steigern, Fehlzeiten verringern
Steigenden Anforderungen, komplexe Arbeitsabläufe bei weniger Zeit, Informationsflut und die Forderung nach ständiger Erreichbarkeit sind äußere Rahmenbedingungen, denen Arbeitnehmer heute ausgesetzt sind. In dem Maße wie Anforderungen steigen, muss auch die persönliche Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter erhöht werden.

Mit der “Gesunden Stunde” haben die Burnout-Berater ein Programm entwickelt, das den Mitarbeitern konkrete Unterstützung zur Aufklärung, Stress- und Gesundheitsprävention bietet und somit die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit nachhaltig fördert. Die kompakten Einheiten der „Gesunden Stunde“ unterstützen die Mitarbeiter, die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern, Probleme besser zu bewältigen und eigene Ressourcen zu entdecken und zu nutzen. Zur Prävention von psychischer Belastung und Burnout.

 

Präventionsmaßnahme Online-Seminar – Interview mit einem Betroffenen

Gastbeitrag

„Das Online Seminar ist es eine sehr gute und hilfreiche Präventionsmaßnahme für jeden Einzelnen, sich vor der Falle Burnout zu schützen.“ – Thorsten S., Burnout-Betroffener

Thorsten S. litt lange Zeit unter Burnout. Wie er die Zeit erlebt hat, was ihm geholfen hat und wie Online Seminare vor Burnout schützen können, hat er uns im Interview berichtet.

Herr S., Sie haben in Ihrem Leben unmittelbare Erfahrung mit Burnout gemacht. Können Sie uns anhand ein paar zentraler Stationen schildern, wie Ihr Leidensweg damals aussah?

Im Jahr 2005 wurde mir innerhalb meiner Firma eine Leitungsfunktion angeboten. Bis dato leitete ich ein kleines Team und sollte nun ins Management hinein. Vom Bauchgefühl habe ich gleich gedacht: „Nein, ich mach das nicht”. Ich fühlte mich überfordert – damals hätte ich schon drauf hören sollen. Ich habe den Job aber angenommen, es war ja auch eine große Chance!
Dort habe ich ein Jahr hart gearbeitet, um eine neue Abteilung aufzubauen. Nach einem Jahr ging dann das Leiden los: Ich war gereizter und merkte, ich habe weniger Energie. Ich habe das als vorübergehende Phase abgetan. Also habe ich immer weiter gearbeitet. Nach 1 ½ – 2 Jahren fingen meine Freunde und Familie an sich zu beschweren: „Wir sehen dich gar nicht mehr”. Mir war das nie aufgefallen.
Ich dachte nur noch an die Arbeit, litt unter Schlafstörungen. Nachts bin ich mehrmals aufgewacht, um 3 Uhr aufgestanden, habe mich an den Computer gesetzt und gearbeitet. Etwa 9 Monate ging das so weiter. In der Firma wurde ich immer gereizter, habe keine Kritik mehr angenommen, sondern alles als Angriff empfunden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich fest gestellt, dass möglicherweise etwas nicht stimmen könnte. Trotzdem habe ich mir weiterhin eingeredet, dass es sich nur um eine Phase handelt, die wieder vorbei geht.
Schließlich fingen auch die körperlichen Probleme an. Ich bekam Schwindelgefühle und Sehstörungen. Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt, doch keiner konnte Ursachen feststellen.
Dazu kam dann irgendwann der klassische Druck auf der Brust und die Angst überkommt einen: „Oh Gott, der Herzinfarkt kommt irgendwann!“
Inzwischen war es 2008. Meinen Sport hatte ich bereits hingeschmissen. Ich hatte keine Lust mehr, habe keine Freunde mehr getroffen. Die Abende habe ich auf der Couch verbracht und im Haushalt nicht mehr mitgeholfen. Das alles hat natürlich dazu geführt, dass ich zuhause Stress bekam. Dann habe ich – das werde ich nie vergessen – nach einem dreiwöchigen Urlaub, nach dem man ja eigentlich erholt sein sollte, aufgrund einer kleinen Streiterei meine Beziehung beendet. Ich war so gefühlskalt, hatte keine Energie mehr für Gefühlsduseleien.
Am nächsten Tag in der Firma bin ich dann physisch zusammen geklappt. Ich habe sowohl körperlich als auch psychisch viel durchgemacht.

War der Zusammenbruch für Sie der Zeitpunkt, an dem Sie sich eingestanden haben: “Ja, ich bin ausgebrannt. Es geht nichts mehr.“?

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Burnout-Wahrheiten und Burnout-Gerüchte – Hätten Sie’s gewusst?

Zum Thema Burnout kursiert mehr als ein Irrglaube und noch mehr Gerüchte. Uns als Burnout-Berater werden solche scheinbaren Tatsachen nur allzu oft zugetragen. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit den häufigsten Gerüchten möchten wir heute aufräumen.

Testen Sie doch auch mal, ob Sie’s gewusst hätten oder ob Sie dem Irrglauben auch aufgesessen sind…

  • Falsch ist, dass Bewegung an der frischen Luft den erschöpften Körper noch mehr belastet. Körperliche Bewegung wirkt sogar antidepressiv.
  • Falsch ist, dass Menschen, die sich gerne in die Gemeinschaft einbringen, häufiger an Burnnout erkranken.
  • Falsch ist, dass Menschen, die Ihre Arbeit mögen und sich engagieren häufiger an Burnout erkranken.
  • Falsch ist, dass Menschen, die anderen Menschen gerne helfen, häufiger an Burnout erkranken.
  • Falsch ist, dass Menschen, die ständig kritisch ihre Gesundheit beäugen, häufiger erkranken.
  • Falsch ist, dass nur ein Bruchteil aller Deutschen sich vorstellen könnte zum Psychologen zu gehen. In Wahrheit sind es stolze 84 %, die sich professionelle Hilfe holen würden.

 

Burnout bei Mitarbeitern erkennen

In Zeiten von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz und Burnout kommt eine neue Herausforderung auf Führungskräfte zu. Zum einen müssen sie Sorge tragen, nicht selbst in die Stressbelastungs-Falle zu tappen, denn nur eine gesunde Führungskraft kann einen gesunden Führungsstil praktizieren. Zum anderen muss die Führungskraft Anzeichen von Burnout bei ihren Mitarbeitern erkennen können und wissen, wie sie mit betroffenen Mitarbeitern umzugehen hat. Damit stößt sie oft an ihre Grenzen.

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Gastbeitrag: Tabu-Thema Burnout: Tipps für Angehörige

Eines steht fest: Das Burnout-Syndrom ist für Betroffene oft unerträglich. Doch auch Angehörige haben mit der Krankheit schwer zu kämpfen. Sie stehen vor der schwierigen Aufgabe, ihren Liebsten beiseite stehen zu wollen, ohne zu wissen, wie. Wir möchten hier einige Anregungen geben, wie Burnout-Opfer unterstützt werden können, ohne überfordert zu werden.

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Auch Monotonie kann zu Burnout führen

Arbeitgeber aufgemerkt! Mitarbeiter, die Routinetätigkeiten ohne große Herausforderung verrichten sind entgegen jeglicher Annahme auch Burnout gefährdet. Dieser kleine Film (passend zur Weihnachtszeit) von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Thema “Psychische Belastungen am Arbeitsplatz” erzählt die traurige Burnout-Geschichte des Weihnachtsmannes. Dieser fühlt sich aufgrund seines immer wiederkehrenden Geschenke-Verteilens unterfordert, findet aber am Ende eine zufriedenstellende Lösung. Aber sehen Sie selbst:

Wir bedanken uns bei der DOMAR Film GmbH, dass sie uns den Film zur Verfügung gestellt hat.